Mittwoch, 30. November 2016

Eine Generation mogelt sich durch


Heute morgen bekomme ich ein Mail von einer Freundin, die im Kunsthistorischen ehrenamtlich tätig ist.

Sie erzählt, sie wäre mit einem Gast in die ägyptische Ausstellung gegangen und wollte ihn bei der Führung abgeben. Kommt der doch auf der Stelle wieder und schleift sie zurück zu den Ägyptern, um dort anklagend auf die offenbar mannigfaltig vorhandenen Rechtschreibfehler auf den Taferln vor den Exponaten zu deuten.

Er sei Professor für Deutsch, meinte er, und ihm falle sowas daher besonders schmerzlich auf.

Was ist denn das für ein Museum bitte?
Ich dachte in Museen arbeiten lauter gescheite Leute die ihr Leben lang forschen, studieren und sortieren, und die suchen dann auch aus was ausgestellt wird und schreiben das vorndrauf.

Hah. Nun weiß ich, warum die meisten Museen mittlerweile keine Schildchen mehr dranstehen haben sondern nur so App-Deppen-Zeug. Damit man die Fehler nicht sieht. Den Trotteln mit ihren Handys fallen die nicht auf, und am Audio-Guide hört man sie nicht. Eine Generation von Legasthenikern mogelt sich durch.
Phantastisch ...


Dienstag, 29. November 2016

Neues vom handylosen Ev und den AppDeppen

Heute möchte ich an dieser Stelle einen Brief ... äh Mailwechsel veröffentlichen, der mir sehr zu denken gegeben hat. Da wird einem doch flau im Magen, wenn in Zukunft alles von diesen Algorithmen gesteuert wird, und wir Menschen stehen daneben und können schaun ...

Es ging darum, daß die Bahn in Zusammenarbeit mit 'Clever Shuttle' die Möglichkeit bewirbt, am Bahnhof oder auch anderswo, eine Art Sammeltaxi zu verwenden. Also sagen wir mal ich komm morgen um halb 10 in München an, weiß jetzt schon, daß ich wieder mal zuviele Bücher gekauft hab und ein Taxi brauch. Dann kann ich mir das im voraus bestellen, aber nur mit dem Handy. Da sitzen dann schon zwei Leute drin, haben auch alle sehr viele Bücher dabei und es ist kein Platz mehr im Kofferraum ...

Nee also ohne Spaß: Das läuft wohl so ähnlich wie die Anrufsammeltaxis in entlegenen Gegenden, nur daß diese Taxen keinem festgelegten Fahrplan folgen sondern daß halt die eingehenden Anrufe so gebündelt werden, daß die jeweiligen Fahrer immer die zwei oder drei Leute fahren, die eh nicht weit voneinander wohnen. Und das ist dann billiger weil sich ja die Menschen die Taxen teilen.

Und natürlich funktioniert das nur mit Handy. Daher hab ich gleich mal ein Mailchen geschrieben:

Wieder ein innovativer Service, der nur mit Handy genutzt werden kann.

Finde ich sehr schade, denn wir älteren Menschen sind doch die, die aktuell die größte Kaufkraft haben.
Warum läßt man uns dann so am Straßenrand stehen?
Klar könnt ich mir ein Handy zulegen, ich mag aber nicht.

Meiner Meinung nach sollten derartige Angebote für alle Menschen zugänglich sein, nicht nur für Handybesitzer.

Mit freundlichen  Grüßen,

... vielen Dank für Ihr Interesse an CleverShuttle und Ihre Rückmeldung.

Das besondere an unserem Fahrdienst ist, dass wir Fahrgastanfragen bündeln und dadurch deutlich effizienter und auch nachhaltiger sind als andere Fahrdienste. 
Hinter der Möglichkeit Fahrten und Fahrgastparteien zu bündeln steckt ein komplexer Algorithmus und ein technisches System, dass auf einer App-Anwendung basiert. 
Wir sind ein junges Unternehmen, dessen Dienst erst seit Anfang des Jahres am Markt ist. Tatsächlich sind einige Service-Optionen aktuell noch nicht verfügbar. Hintergrund: Zunächst haben wir uns aus Kosten- und Kapazitätsgründen auf die meist genutzten Betriebssysteme konzentriert. Wir arbeiten aber stets daran unseren Service zu verbessern und auszuweiten. Das umfasst auch die Option über den Computer online zu buchen. Weitere Buchungsoptionen, wie beispielsweise übers Telefon, werden wir aber auch in Zukunft nicht umsetzen können, denn leider ist sind Aufwand und Kosten für die dafür notwendige Telefonzentrale zu groß. 

Unser Service und die Buchung über die App bieten übrigens einige Vorteile, die andernfalls nicht gegeben sind.
So können Sie zum Beispiel die Anfahrt des Fahrzeugs in Echtzeit verfolgen, bei Verspätungen mit dem Fahrer kommunizieren oder Online-Zahlung oder die automatisierte Kreditkartenzahlung nutzen.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis sollte unser Service auch mit den anstehenden Serviceausweitungen nicht für Sie in Frage kommen.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende,

******************************

Jaja so sind sie, die jungen Leute. Immer alles hopp hopp und schnell schnell, da kann man nicht einmal die Fehler aus dem Schreiben herausnehmen bevor man es abschickt.

Besonders putzig fand ich ja, daß sie gleich darauf hingewiesen hat, daß es mit einem normalen Telefon aber sicher NIE gehen wird. So nach dem Motto: Also einen PC brauchen Sie schon, auch wenn Sie alt sind.

Und bei Verspätungen kann ich mit dem Fahrer kommunizieren wenn ich ein Handy hab. Das ist toll. Davon geht es natürlich schneller, wenn ich ihn recht beschimpfen tu weil er im Stau steht.

Naja, ich fahr ja eh nur ganz, ganz selten mit dem Taxi, wollte nur mal gucken, was sie antworten.

Weil es ist doch so: Gefahren werden muß man vorwiegend dann, wenn man uralt ist und die Knochen bei jedem Schritt kleine Staubwölkchen machen.

Und wenn man also eh schon alt und krank ist, dann soll man auch noch so ein Ding kaufen, damit man NOCH kränker wird? Macht das jetzt IRGENDEINEN Sinn bitte?

Mittlerweile geben die Handyhersteller doch bereits selber zu, daß ihre Hervorbringnisse vergiftet sind und man sie nach Möglichkeit nicht ans Ohr halten soll. Haha. Sag ich doch die ganze Zeit schon, daß die Dinger für'n Arsch sind ...



Freitag, 25. November 2016

Aber wenn der Patient krank wird, ist er selbstverständlich selber schuld!!!

Grad wurde im ORF berichtet, daß voriges Jahr in Österreich weit über 8000 Menschen an Krankheiten gestorben sind, die durch Feinstaub etc. hervorgerufen wurden. Also u. a. Autoabgase.

Werden Konsequenzen gezogen? Nein. Da steht ein kleines Männchen im Sender und predigt, daß die Leute das Problem jetzt wirklich mal ernst nehmen sollen, aber wer hört schon auf ihn. Keiner. Die Politiker gucken sicher kein 'heute mittag' weil sie keine Zeit dafür haben, und die Autofahrer haben wie immer ALLE einen wichtigen Grund, warum sie mit ihrer Dreckschleuder umeinanderfahren müssen.

Wehe es steht jemand am Gehsteig und raucht. Da werden sofort Steine gesammelt damit man ihn damit bewerfen kann, und wenn ein Mensch in der Wohnung nebenan am Balkon raucht dann wird keine Ruhe gegeben, bis derjenige ausziehen muß. Weil der gefährdet seine Nachbarn, das geht nicht!!!

Der Autofahrer jedoch, dem winkt man freundlich zu wenn er stehenbleibt und noch mehr Stinkewolken produziert, mit dem flirtet man an der Bar weil das toll ist wenn ein Mann ein Auto hat, der hat dann sicher auch viel Geld und kann einem viele Diamanten kaufen. Wenn man sich die umhängt dann hilft das bestimmt gegen die von den Autoabgasen hervorgerufene Dauerbronchitis. 

Machts nur alle weiter so, wär ja auch blöd wenn die Menschen auf einmal vernünftig werden würden. Dann hätt ich nix mehr zum Keppeln und würd mich zu Tode fadisieren. Dann doch lieber am Feinstaub ersticken ...


Dienstag, 22. November 2016

Videotelefonie - nun hören wir BEIDE Seiten quasseln ...

Wollten wir das wirklich? Wer von uns hat sich noch nie über Leute geärgert, die in der Bahn sitzen und lauthals am Handy telefonieren?

Ach, welch goldene Zeiten waren das! Als wir nur jeweils EINEN deppat umeinanderplärren hörten.

Neulich warte ich am Hasenbergl auf die U-Bahn, da hockt eine dieser Ostladies, die ja bekanntlich keinen Genierer haben dick aufzutragen, egal ob bei Schminke, beim Parfum oder auch bei der Lautstärke ihrer öffentlichen Unterhaltungen, auf der Bank und telefoniert am Handy.
Mit dieser Videofunktion.

Was bedeutet, daß man nicht nur SIE plärren hörte sondern auch noch die Person am anderen Ende der ... äh, naja Leitung kann man nicht mehr sagen, gibt ja keine mehr. Quabaack, quabaack, quabaack ...
Die beiden haben den gesamten Bahnsteig beschallt. Jetzt, wenn das jeder machat?
Da schaugat ma liab aus. 

Hab vorausschauenderweise schon einmal meinen Ohropax-Vorrat ergänzt, die Ohrstöpselhersteller werden nämlich sicher bald Lieferprobleme bekommen wenn das so weitergeht...

Am Reumannplatz stinkts

Kam grad in 'Wien Heute'. Ja sag bloß! Ist das jetzt den anderen auch einmal aufgefallen? Dort fäult's seit Jahren, aber g'scheit wie! Hab mir immer gedacht das ist weil die Leut ständig in der Gegend umeinanderpissen wie sie lustig sind. Auch kein Wunder, die Häusln sind meist unbenutzbar. Einmal, das werd ich nie vergessen, mach ich die Tür auf und mitten in der Kabine sitzt ein Scheißhaufen am Boden. Bistudeppat, da war ich aber gleich wieder draußen.
Aber von den Häusln kommts ned, meist ist es am grauslichsten auf der anderen Seite, auf der Treppe die dann in der Mitte des Bahnsteigs runterkommt.

Ja und nun muß der Gestank so voll arg geworden sein, daß man die Wiener Linien informiert hat und sie gebeten, was zu unternehmen. Die wollen mit einer Kamera dem ungewollten Duft auf die Spur kommen. Wußte nicht, daß man Mief filmen kann? Der Nebel des Grauens, hihi ;-))

Am Stephansplatz stinkts auch immer, dort aber mehr nach Kotze. Dort reihert der Tourist gerne mehr als was er ißt. Aber offenbar ist es noch nicht so arg, daß es im Fernsehn käm.
Man darf gespannt bleiben.

Freitag, 7. Oktober 2016

Krächz schnüpf schneuz - es ist mal wieder so weit

Vorige Woche noch herrlichstes Wanderwetter, mit einem Schlag kalt, regnerisch und echt fies windig.
Die Kollegen im Büro reden auf einmal zunehmend eine Tonlage tiefer und sind ständig am Schneuzen - es ist wieder einmal soweit: Erkältungszeit.

Natürlich hat es den alten Ev auch gleich erwischt, obwohl er sich regelmäßig seine Nisylen reingepfiffen hat war die Halsentzündung nicht aufzuhalten, die eh schon vorhandene Mattigkeit wurde im ein Vielfaches verstärkt - aus isses. Jetzt wo ich eh endlich Urlaub hätt. Vielen Dank auch!

Nun lese ich, daß W. Barclay et al am Imperial College in London eine Studie durchgeführt haben, deren Ergebnis zwar, so schwächt man ab, nicht unbedingt auf Menschen übertragbar sei weil es sich erstens um Frettchen handle und nicht um Menschen und weil auch nur eine kleine Anzahl von Tieren beteiligt war.
Ja das will ich auch mal hoffen! Die armen Tiere anstecken wegen nix!

Das Ergebnis jedenfalls, das ja nun angeblich eh mehr oder weniger für den Hugo sei, untermauerte, oder würde untermauern wenn man es ließe, die bereits in früheren Forschungen entdeckte Theorie (Tatsache darf man ja nicht schreiben wenn es nicht bewiesen ist), daß Erkältungen bereits ansteckend sind, bevor der Erkrankte richtig krank wird.

Man muß sich also nicht nur vor niesenden Menschen hüten sondern bereits vor denen, die ihre Viren einfach nur so beim Reden und Atmen durch die Gegend sprühen. Ja toll.
Machen wir es dann ab jetzt wie in Japan wo sie alle mit Mundschutz durch die Gegend laufen damit sie nur ja keinen Infekt einfangen, um am Ende dann an Karoshi (Überarbeitung) zu sterben?

Die Frage ist vielmehr, warum werden manche Menschen eher krank und andere dagegen wieder nicht? 

Gesunder Lebensstil höre ich oft, würde vor Krankheiten schützen. Ja also, man kann mir vieles nachsagen, aber grad ungesund leben tu ich echt nicht.

Leute mit vielen Kindern hätten weniger oft Erkältungen, da sie mit vielen Menschen zusammenkämen, das würde die Immunität gegenüber den diversen Arten von Rhinoviren stärken. Nanonaned komm ich auch so mit mehr als genug Leut zusammen, in der U-Bahn, im Spital, etc.

Zuwenig Schlaf wär ein Kriterium lese ich. Jo, da kann ich aber auch nix machen wenn der Herr Körper nicht schlafen will obwohl er mehr als genug Zeit dafür bekommt, es dunkel ist, keiner Krach macht und man sich die allerbesten Baldriäne etc. reinpfeift.

Ja und die verkürzten Telomere. Was vom Streß kommt, der bekanntlich zu Zellalterung führt. Ja und warum hab ich Streß? Weil ich ihn mir selber mach, weil ich die Arbeit nicht einfach liegenlasse oder verweigere wenn sie mir zuviel wird, wie man mir immer wieder nahelegt?

Gute Idee, das werd ich demnächst einmal ausprobieren wenn man mich wieder wochenlang (fast) alleine läßt im Guglhupf.
Ob das aber wirklich zu weniger Streß und somit zu verringerter Erkältungsanfälligkeit führt, wage ich zu bezweifeln.


Samstag, 1. Oktober 2016

Am Bücherschrank darf sich jeder was mitnehmen - außer dem Ev, so scheint's!

Heute morgen war ich brav im Schwimmbad, danach lockte das schöne Wetter und ich hab mir gedacht: Schaust doch mal im Antiquariat vorbei, ob du ein paar alte Kochbücher für die liebe Ulrike findest.
Gesagt getan - alte Kochbücher gab es zwar grad keine, aber der Tag muß erst noch kommen an dem der Ev einen Buchladen verläßt ohne was zu kaufen. Eine schöne alte Ibsen-Ausgabe hab ich gefunden und ein Tarot workbook auf Englisch.

Hinterher hatte ich Lust, mal wieder am Bücherschrank vor dem Nordbad vorbeizuschauen, in letzter Zeit war dort meist nichts Interessantes dringestanden, aber ich schau dennoch immer wieder gerne rein, bringe auch oft selbst etwas hin, weil unser Tauschbuchladen im Hasenbergl halt meist dann offen hat, wenn ich arbeiten muß. Ich mag diesen Bücherschrank am liebsten von allen die ich kenne, und ich kenn sehr, sehr viele, auch in anderen Städten.

Das Prinzip ist einfach: Jeder, also wirklich jeder, darf da hingehen und sich was zum Lesen mitnehmen. Von einer Begrenzung nach oben ist mir nichts bekannt. Anfangs, als ich mir noch nicht so sicher war wie das funktioniert, habe ich halt geschaut was die anderen so machen, und nachdem ich einige Male Zeuge wurde, wie andere sich ihr mitgebrachtes Sackl vollgestopft haben, habe ich mir ebenfalls keinerlei Beschränkung auferlegt, wenn ich was Tolles gefunden habe. Warum auch, es kommt wie gesagt auch oft genug vor, daß man NICHTS findet, weil eben ein anderer vorher da war und die guten Bücher mitgenommen hat.

Heute hatte ich Glück, es waren einige englische Liebesromane offenbar neu hereingekommen, auch noch in sehr gutem Zustand, ich hab mich SO gefreut, und hab selig eingepackt.

Erst auf der einen Seite, dann bin ich rüber auf die andere Seite und wollte gucken, ob da auch noch was Interessantes steht. Da quatscht mich doch so ein Mensch von der Seite an: 
- Aha, die ganze englische Literatur, die ich grad gebracht hab!
Ich so: 
- Ach, von Ihnen ist die! Danke! Ich liebe diese Bücher! Früher hab ich die in den USA bestellen müssen, das hat eine LAWINE an Porto gekostet!
Der Typ schaut mich grantig an: 
- Andere Leute sind auch noch da!
Oha, der war auf Krawall gebürstet.
- Tschuldigen, sagte ich, ich wußte nicht, daß es hier eine Beschränkung nach oben gibt! Außerdem hab ich selber auch schon oft was mitgebracht, ich komm ja nicht nur her und nehm mit!
Er dann so: 
- Ja aber dann eine rechte Unordnung machen hier! und fing an, die Bücher in einer Reihe, die ich noch nicht einmal angeschaut geschweige denn angelangt hatte, zu ordnen, obwohl es dort nichts zu ordnen gab.
- Und Bücher in die dritte Reihe stellen und so, meckerte er weiter.

Da bin ich aber grantig geworden!
Ich hab überhaupt keine Unordnung gemacht! rief ich.
- Was soll das jetzt, ich hab überhaupt nichts gemacht!!!
- Jaja, ich hab ja nix gesagt, wich er zurück und ging weg.
Ja nee, eh nicht, er hat nix gesagt!
Weist mich zurecht wie ein Schulmädel und hätt dann nix gesagt.

Ich fasse es nicht! Jeden Tag gehen ich weiß nicht wieviele Hundert Leute an diesen Bücherschrank und stellen was rein, nehmen was raus, und jeder darf das tun wie er meint und möchte. Und dann komme ich daher - und schon stürzt sich so ein Schlapfenwappler auf mich und meint er muß mich dumm anreden, muß ausgerechnet mich beschuldigen, Unordnung gemacht zu haben! Mich, die ich oft genug dastehe und die Bücher, die andere durcheinandergeworfen haben wieder aufstelle, Bücher umdrehe die auf dem Kopf stehen oder gar mit dem Schnitt nach vorn. Mich, die ich grundsätzlich anderen die Türe aufhalte wenn sie was reinstellen wollen, weil dieser Bücherschrank unpraktische Schiebetüren hat die von selbst zugleiten, so daß man sich sehr schwer tut, wenn man Bücher hineinstellen möchte.

Warum mich? Was hab ich dem Mann getan? Habe ich etwas an mir, das die Leute gegen mich aufbringt? Die Psychologin die sich momentan mit mir abmühen muß, meinte vorgestern ebenfalls, und zwar VÖLLIG grundlos, ich würde wohl gerne provozieren. Ich FASSE es nicht.

Die Mama hat früher, wenn ich ihr entrüstet von so einer Ungerechtigkeit berichtet hatte, immer gemeint: 
- Ja Kind, es ist halt auch kein Wunder so wie du rumläufst.

Und früher bin ich tatsächlich meist nicht so bürgerlich angezogen gewesen.
Aber seit einiger Zeit kleide ich mich alles andere als billig und, selbst wenn ich das selber jetzt sag, durchaus geschmackvoll bei hessnatur ein, da kann echt NIEMAND mehr sagen ich würd ausschaun wie ein Sandler.

Dieses Weh dagegen, das mich da von der Seite dumm angeredet hat, der hatte einen Pollunder an. Einen Pollunder bitte! Das war genau der Typ, der im Vorstand vom Gartenbauverein sitzt und mit seiner Pedanterie jede Versammlung unnötig in die Länge zieht - und ansonsten genau kontrolliert, ob nicht jemand einen Gartenzwerg zuviel aufgestellt hat oder gar etwas im Garten wachsen hat, das da nicht hingehört.

Dieser Ungustl hat mir die Freude an den schönen Büchern total verdorben, die stehen nun im Gang draußen und ich mag sie mir nicht einmal mehr anschauen.
Ich bin SO beleidigt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Er hat mir halt auch ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich hab schon wirklich viele Bücher mitgenommen heute. Andere tun das jedoch auch und da sagt keiner was. Aber wehe Menschen wie ich, die sonst nie unverschämt sind und immer anständig, schlagen EINMAL über die Stränge: WHAMM, sofort ist die Ethikpolizei vor Ort und muß sich wichtig machen. HMPF!!!