Voriges Wochenende war Familientreffen in Augsburg. Am Samstag wollten wir uns zum Essen in einem Gasthaus in der Radegundis treffen, es sind auch alle pünktlich hingekommen - alle bis auf Cousine Elvira. Jetzt wollten wir halt nicht mit dem Essen anfangen bevor sie da ist, und warteten, und warteten ... sag ich zu meinem Bruder: Ruf sie doch einfach an, für was habt ihr denn eure Handys?
Jaaaa, meint er, sie sitzt doch grad im Auto ...
Also hat er eine SMS geschrieben.
Die ohne Antwort blieb.
Auf die nochmalige Aufforderung, die Säumige einfach anzurufen, antwortete er ausweichend, sein Handy würde nicht so gut funktionieren, also eigentlich nicht wirklich, weil sein Anbieter mit einem anderen Betreiber fusioniert hätte, und nun könne er nicht mehr richtig telefonieren damit. Man könne ihn zwar anrufen, aber dann nicht mit ihm reden.
Auf das Angebot meines anderen Bruders, doch sein Smartphone zu verwenden, antwortete er: Ach nein, meine Nummer kennt sie, deine nicht.
Wir warteten also weiter ... schlußendlich kam der ersehnte Wagen der Kusine dann doch dahergerollt und wir konnten unser Essen bestellen.
Mein Bruder zur Kusine: Hast du meine SMS nicht bekommen?
Sie so: Ach, du hast mir eine SMS geschickt? Hab ich garnicht mitgekriegt, aber ich hab dich angerufen!!!
Mein Bruder: Nee, mich hat keiner angerufen!
Ein Telefonnummernvergleich erbrachte: Sie hatte auf seiner Festnetznummer angerufen, was ja nicht wirklich was bringt wenn er unterwegs ist.
Ich hab mich totgelacht und hochzufrieden konstatiert: Da hat jeder ein Handy und es bringt trotzdem nix!
Am Vormittag dieses Tages war es für mich sogar von großem Vorteil gewesen, kein Handy zu haben.
Ich hatte mich um dreiviertel 11 mit großem Durst nach einem Spaziergang von Inningen her bei der Kulperhütte eingefunden und wollte mir eine Rhabarberschorle bestellen.
'Wir machen erst um 11 auf' hieß es - also hab ich mich halt an einen Tisch bei der Ausschank gehockt und gewartet.
Als es auf meiner Uhr (ok, sie geht ein BISSI vor) 11 Uhr war bin ich wieder hin und zeigte diese vor: 'So, nun isses aber Elfe!'.
Der junge Mann schmunzelte und meinte: 'Jetzt wart mer noch 20 Sekunden und dann steht die lange Schlange hinter Ihnen. Was kriegen Sie denn?'
Und tatsächlich, kaum hatte ich mich mit meiner Rhabarberschorle wieder hingesetzt, kamen all die Handybesitzer, auf deren Uhr es jetzt auch Elfe war, und begannen, sich zu einer LAAAAAAAAAAAAAANGEN Schlange zu formieren.
Da hätt ich mir einen Wolf gewartet und hätte am Ende unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen, denn schließlich war ich zum Essen in der Radegundis verabredet, und da will man ja nicht zu spät kommen ...
Mittwoch, 17. Mai 2017
Mittwoch, 3. Mai 2017
Es ist schon wieder was passiert ...
Ja keine Angst, kein Mord, wir sind hier ja nicht in der Phantasiewelt eines gewissen Herrn Haas sondern im durchaus realen München.
Ich hatte neulich mal über einen Vorfall beim Bücherschrank vor dem Nordbad berichtet, wo mich ein Wichtigtuer mit Weste total saublöd angeredet hat weil ich seiner Meinung nach zuviele Bücher mitgenommen habe. Und ich tierisch beleidigt war weil hier jeder tun und lassen darf wie er mag und dann komm ich und freue mich, daß da einige englische Liebesromane drin sind und schon kommt der Schlapfenwappler und scheißt mich zamm daß ich die mitnehme und macht obendrein noch weiter von wegen Bücher verkehrtrum reinstellen und alles durcheinanderbringen. Das mir, die ich oft Bücher umdrehe wenn sie falschrum stehen und generell auch für Ordnung sorge weil ich Bücher liebe und es nicht haben kann wenn die durcheinander sind. Da war ich sehr, sehr gekränkt ob dieses Rüffels und fühlte mich ungerecht behandelt!
Jetzt gestern, da bin ich nach dem Training (juhu der Arm wird immer besser, hab gestern schon vorsichtig Gewichtheben angefangen, wartet nur oh Wappler dieser Welt, bald quatscht mich keiner mehr ungestraft an!!) auf einen Spaziergang in den Nymphenburger Schloßpark gegangen, dort ist es einfach so schön und an einem Dienstag grad nochmal so schön weil da nicht soviele Leute unterwegs sind wie am Wochenende.
Wenn man nun vom großen See rüberkommt, da wo der Mnopteros steht, und auf die andere Seite vom Pagodensee möchte, da wo die Bankerln sind, dann muß man entweder ewig außenrumgehen oder man benutzt den Trampelpfad am See entlang. Es stehen zwar Schilder dran, daß man die Wiese nicht betreten soll, aber, so hab ich mir gedacht, der Weg ist ja zwischen See und Wiese, und wird offenbar auch eifrig benutzt, da wird das wohl so gemeint sein, daß man also am Pfad bleibt und nicht auf der Wiese auch noch rumtrampelt.
Ihr seht, ich mach mir da durchaus Gedanken ob man was darf oder nicht, am anderen Ende des Sees wäre ich nämlich auch schon sehr gerne mal am Ufer entlang wegen Fotos und so, aber da steht eben auch so ein Schild und es gibt KEINEN Pfad, also hab ich mich da lieber nicht hingetraut.
Komm ich also nach einem genüßlichen Aufenthalt auf einem der Bankerln wieder zurück, hatte mich erst ein bissl verlaufen und hab nun, angesichts des Pfades, grad wieder gewußt wo ich bin und laufe also am See entlang wieder rüber, da steht oben am Weg ein Wappler und schaut mich böse an:
'Sie können schon lesen was da auf dem Schild steht???' herrscht er mich an.
'Ja,' sag ich, 'aber ich war ja nicht auf der Wiese.'
'HMPF' macht er und geht weiter.
Da laufen also tausende von Leuten auf diesem Pfad am See entlang und kein Mensch sagt was. Aber kaum traut sich der Ev auch mal, wird er blöd angeredet.
WARUM?
Ok nach einigem Nachdenken hätt ich sogar eine Erklärung dafür.
Ich hatte mich zuvor wieder tierisch über eine Mutter aufgeregt, deren eines Kind (sie hatte zwei aber das zweite war brav) in einer Tour lautstark rumgegreint hatte. Während ich bei den Bächlein war: Gebrüll. Während ich vom Teich oben wieder runterkam: Gebrüll. Und grad als ich auf dem ach so verbotenen Pfad entlangwandelte: Gebrüll. Aber frage nicht. Das hat dermaßen über den gesamten See gehallt daß sich die Fische drunten gegenseitig die Flossen in die Ohren gesteckt haben.
Und natürlich hab ich geschimpft und gewettert, daß einem von diesen rücksichtslosen Müttern der schöne Spaziergang versaut wird und warum die da nix dagegen tut oder halt dann weggeht mit dem Blag.
Es hat also jemand etwas getan (sein Kind ungehindert brüllen lassen) das sich meiner Meinung nach nicht gehört und ich war da sehr dagegen.
Und wie ich am Pfad gegangen bin hat halt der Wappler oben auch gemeint: Aha, da tut jemand etwas was sich nicht gehört und da bin ich sehr dagegen!
Und hat mich angeredet deswegen.
Und ich war dann genauso indigniert wie es die Mutter gewesen wäre hätte sie meine schwarzen Gedanken sehen können und mein Geschimpfe hören.
Naja, ob das eine Erklärung ist sei dahingestellt, mir hat der Wappler jedenfalls schon erst einmal die Freude an dem Nachmittag gehörig gedämpft. Aber nur vorübergehend.
Fotos wie dieses gehen sich halt nun einmal nur vom verbotenen Pfad aus aus:
Ich hatte neulich mal über einen Vorfall beim Bücherschrank vor dem Nordbad berichtet, wo mich ein Wichtigtuer mit Weste total saublöd angeredet hat weil ich seiner Meinung nach zuviele Bücher mitgenommen habe. Und ich tierisch beleidigt war weil hier jeder tun und lassen darf wie er mag und dann komm ich und freue mich, daß da einige englische Liebesromane drin sind und schon kommt der Schlapfenwappler und scheißt mich zamm daß ich die mitnehme und macht obendrein noch weiter von wegen Bücher verkehrtrum reinstellen und alles durcheinanderbringen. Das mir, die ich oft Bücher umdrehe wenn sie falschrum stehen und generell auch für Ordnung sorge weil ich Bücher liebe und es nicht haben kann wenn die durcheinander sind. Da war ich sehr, sehr gekränkt ob dieses Rüffels und fühlte mich ungerecht behandelt!
Jetzt gestern, da bin ich nach dem Training (juhu der Arm wird immer besser, hab gestern schon vorsichtig Gewichtheben angefangen, wartet nur oh Wappler dieser Welt, bald quatscht mich keiner mehr ungestraft an!!) auf einen Spaziergang in den Nymphenburger Schloßpark gegangen, dort ist es einfach so schön und an einem Dienstag grad nochmal so schön weil da nicht soviele Leute unterwegs sind wie am Wochenende.
Wenn man nun vom großen See rüberkommt, da wo der Mnopteros steht, und auf die andere Seite vom Pagodensee möchte, da wo die Bankerln sind, dann muß man entweder ewig außenrumgehen oder man benutzt den Trampelpfad am See entlang. Es stehen zwar Schilder dran, daß man die Wiese nicht betreten soll, aber, so hab ich mir gedacht, der Weg ist ja zwischen See und Wiese, und wird offenbar auch eifrig benutzt, da wird das wohl so gemeint sein, daß man also am Pfad bleibt und nicht auf der Wiese auch noch rumtrampelt.
Ihr seht, ich mach mir da durchaus Gedanken ob man was darf oder nicht, am anderen Ende des Sees wäre ich nämlich auch schon sehr gerne mal am Ufer entlang wegen Fotos und so, aber da steht eben auch so ein Schild und es gibt KEINEN Pfad, also hab ich mich da lieber nicht hingetraut.
Komm ich also nach einem genüßlichen Aufenthalt auf einem der Bankerln wieder zurück, hatte mich erst ein bissl verlaufen und hab nun, angesichts des Pfades, grad wieder gewußt wo ich bin und laufe also am See entlang wieder rüber, da steht oben am Weg ein Wappler und schaut mich böse an:
'Sie können schon lesen was da auf dem Schild steht???' herrscht er mich an.
'Ja,' sag ich, 'aber ich war ja nicht auf der Wiese.'
'HMPF' macht er und geht weiter.
Da laufen also tausende von Leuten auf diesem Pfad am See entlang und kein Mensch sagt was. Aber kaum traut sich der Ev auch mal, wird er blöd angeredet.
WARUM?
Ok nach einigem Nachdenken hätt ich sogar eine Erklärung dafür.
Ich hatte mich zuvor wieder tierisch über eine Mutter aufgeregt, deren eines Kind (sie hatte zwei aber das zweite war brav) in einer Tour lautstark rumgegreint hatte. Während ich bei den Bächlein war: Gebrüll. Während ich vom Teich oben wieder runterkam: Gebrüll. Und grad als ich auf dem ach so verbotenen Pfad entlangwandelte: Gebrüll. Aber frage nicht. Das hat dermaßen über den gesamten See gehallt daß sich die Fische drunten gegenseitig die Flossen in die Ohren gesteckt haben.
Und natürlich hab ich geschimpft und gewettert, daß einem von diesen rücksichtslosen Müttern der schöne Spaziergang versaut wird und warum die da nix dagegen tut oder halt dann weggeht mit dem Blag.
Es hat also jemand etwas getan (sein Kind ungehindert brüllen lassen) das sich meiner Meinung nach nicht gehört und ich war da sehr dagegen.
Und wie ich am Pfad gegangen bin hat halt der Wappler oben auch gemeint: Aha, da tut jemand etwas was sich nicht gehört und da bin ich sehr dagegen!
Und hat mich angeredet deswegen.
Und ich war dann genauso indigniert wie es die Mutter gewesen wäre hätte sie meine schwarzen Gedanken sehen können und mein Geschimpfe hören.
Naja, ob das eine Erklärung ist sei dahingestellt, mir hat der Wappler jedenfalls schon erst einmal die Freude an dem Nachmittag gehörig gedämpft. Aber nur vorübergehend.
Fotos wie dieses gehen sich halt nun einmal nur vom verbotenen Pfad aus aus:
Montag, 1. Mai 2017
Digital Leadership Store - das Einkaufen der Zukunft wird ohne den Ev stattfinden müssen
Da hab ich mir doch all die Jahre Sorgen gemacht, daß ich vielleicht bald elend verhungern muß wenn der seit langem prophezeite Ernstfall eintritt, alles zusammenbricht, der Mob die Geschäfte plündert und für Leute wie mich nichts mehr übrig ist.
Nun stelle ich fest, daß es soweit garnicht zu kommen braucht, ich werde schon viel eher nichts mehr zum Essen daheim haben, weil man ohne ein Studium und natüüüüüüüüüüüüüüüüürlich ohne Handy bald nicht mehr wird einkaufen können.
Ich zitiere aus der Zeitschrift NEWS vom 21.4.17:
' Derweil passiert in heimischen Supermärkten auch einiges: Der Supermarkt am Campus der Wirtschaftsuniversität Wien etwa fungiert als Digital Leadership Store von Spar. Vorbestellt wird per App Snack away ein vom Hörsaal aus vorkonfiguriertes Weckerl, beim Betreten des Supermarktes erinnern iBacons an die Bestellnummer, per Digital Signage auf den elektronischen Regaletiketten werden Preise gecheckt. An Self-Check-outs scannt der Kunde die Ware, um dann bargeldlos zu bezahlen. Ein vorrangiges Ziel dabei sei es, den Kunden trotz hoher Besucherfrequenz ein zeitsparendes Einkaufserlebnis zu bieten'
Aha.
Das einzige Wort, das ich hierbei ad hoc verstehe, ist 'Weckerl'. Und ja, diese Self-Check-outs hab ich auch schon gesehen und mich furchtsam dran vorbeigedrückt. Noch gibt es ja richtige Kassen auch. Also noch. Wo man keinen Nyfz braucht und kein Informatikstudium, und dennoch mit seinem Wasser und seinem Weckerl siegreich davonziehen kann. Kann es wirklich im Sinne der Sache sein, noch mehr Arbeitsplätze zu vernichten? Und wieso ist es zeitsparender, wenn der Kunde seine Ware selber scannt? Schneller als die beim Hofer ist doch eh keiner, erstens einmal, und zweitens, was für ein Erlebnis ist das denn dann, wenn man nach der Arbeit durch die Gänge hetzt, das was man sucht nicht findet und auch keiner mehr da ist den man fragen kann, sich die Preise mühsam am Handy anzeigen lassen muß weil sie nicht mehr dranstehen, und am Ende piiip piiip hektisch seine Sachen einscannen will und dann funktioniert der Schas wieder ned und der hinter dir flucht dir ins Ohr weil es eh auch eilig hat ... also nee. Nee und nochmals nee.
Da will ich doch einmal sehr, sehr hoffen, daß dann als Counterpart mehr und mehr so Läden entstehen wie z. B. Inges Café in Linz-Urfahr, ein zauberhafter kleiner Laden, im vorderen Teil Greißler mit liebevoll ausgewählter Bio-Ware, allerfeinstem Brot und Backwaren, auch Obst und Gemüse natürlich (wenn ich nur an die Heidelbeeren vom vorigen Jahr denke, hmmmmmm ...), der Chef bedient persönlich und alle sind supernett und freuen sich wenn man reinkommt. Im hinteren Teil des Ladens wird ein Café betrieben, in dem man ein Tagesgericht bekommen kann, Getränke nach Wahl. Alles bio natürlich und dennoch nicht völlig überteuert wie in einem gewissen Laden hier in München der mit b anfängt und mit asic aufhört.
So wünsche ich mir die Läden der Zukunft, da können die Damen und Herren Studenten an ihrer Hektik meinetwegen ersticken, ich geh zum Greißler wo man auch ohne Nyfz und giftigem Handy willkommen ist.
Nun stelle ich fest, daß es soweit garnicht zu kommen braucht, ich werde schon viel eher nichts mehr zum Essen daheim haben, weil man ohne ein Studium und natüüüüüüüüüüüüüüüüürlich ohne Handy bald nicht mehr wird einkaufen können.
Ich zitiere aus der Zeitschrift NEWS vom 21.4.17:
' Derweil passiert in heimischen Supermärkten auch einiges: Der Supermarkt am Campus der Wirtschaftsuniversität Wien etwa fungiert als Digital Leadership Store von Spar. Vorbestellt wird per App Snack away ein vom Hörsaal aus vorkonfiguriertes Weckerl, beim Betreten des Supermarktes erinnern iBacons an die Bestellnummer, per Digital Signage auf den elektronischen Regaletiketten werden Preise gecheckt. An Self-Check-outs scannt der Kunde die Ware, um dann bargeldlos zu bezahlen. Ein vorrangiges Ziel dabei sei es, den Kunden trotz hoher Besucherfrequenz ein zeitsparendes Einkaufserlebnis zu bieten'
Aha.
Das einzige Wort, das ich hierbei ad hoc verstehe, ist 'Weckerl'. Und ja, diese Self-Check-outs hab ich auch schon gesehen und mich furchtsam dran vorbeigedrückt. Noch gibt es ja richtige Kassen auch. Also noch. Wo man keinen Nyfz braucht und kein Informatikstudium, und dennoch mit seinem Wasser und seinem Weckerl siegreich davonziehen kann. Kann es wirklich im Sinne der Sache sein, noch mehr Arbeitsplätze zu vernichten? Und wieso ist es zeitsparender, wenn der Kunde seine Ware selber scannt? Schneller als die beim Hofer ist doch eh keiner, erstens einmal, und zweitens, was für ein Erlebnis ist das denn dann, wenn man nach der Arbeit durch die Gänge hetzt, das was man sucht nicht findet und auch keiner mehr da ist den man fragen kann, sich die Preise mühsam am Handy anzeigen lassen muß weil sie nicht mehr dranstehen, und am Ende piiip piiip hektisch seine Sachen einscannen will und dann funktioniert der Schas wieder ned und der hinter dir flucht dir ins Ohr weil es eh auch eilig hat ... also nee. Nee und nochmals nee.
Da will ich doch einmal sehr, sehr hoffen, daß dann als Counterpart mehr und mehr so Läden entstehen wie z. B. Inges Café in Linz-Urfahr, ein zauberhafter kleiner Laden, im vorderen Teil Greißler mit liebevoll ausgewählter Bio-Ware, allerfeinstem Brot und Backwaren, auch Obst und Gemüse natürlich (wenn ich nur an die Heidelbeeren vom vorigen Jahr denke, hmmmmmm ...), der Chef bedient persönlich und alle sind supernett und freuen sich wenn man reinkommt. Im hinteren Teil des Ladens wird ein Café betrieben, in dem man ein Tagesgericht bekommen kann, Getränke nach Wahl. Alles bio natürlich und dennoch nicht völlig überteuert wie in einem gewissen Laden hier in München der mit b anfängt und mit asic aufhört.
So wünsche ich mir die Läden der Zukunft, da können die Damen und Herren Studenten an ihrer Hektik meinetwegen ersticken, ich geh zum Greißler wo man auch ohne Nyfz und giftigem Handy willkommen ist.
Sonntag, 30. April 2017
Jaja, die berühmte 'Sicherheit'
Gerade lese ich, daß die Türkei ihren Leuten den Zugang zu Wikipedia blockiert hat. Auch hätte man in der Vergangenheit bereits andere Online-Dienste wie z. B. You Tube oder Whats App gesperrt. Der Ministerpräsident habe gesagt, so lese ich, das wäre aus Sicherheitsgründen ab und zu notwendig.
Aha.
Wenn man das jetzt bei uns so hört, dann denkt doch bestimmt jeder: Waaah, Diktatur, böse!
Andererseits, wenn man mich, nur weil ich handylos bin, nicht mehr bei der Packstation mitmachen läßt, mir mit derselben Argumentation die Eröffnung eines neuen Bankkontos verweigert, mich nicht mit den neuen blauen Fahrrädern fahren läßt und mich aus meinem Mailaccount aussperrt weil es mir nicht möglich ist, aus 'Sicherheitsgründen' meine Handynummer anzugeben, weil ich mich eben weigere, mir so ein Teufelsding zuzulegen - und ich mich darüber aufrege, dann bin ich in jedermanns Augen eine hysterische alte Wachtel die man nicht weiter ernstzunehmen braucht, oder?
Wem bringt denn so ein Handy 'Sicherheit'?
Da wollen wir doch mal kurz innehalten und nachdenken ... wenn das überhaupt noch geht mit einem von Handystrahlen verschmurgelten und durch Apps verstopften Hirn!
Aha.
Wenn man das jetzt bei uns so hört, dann denkt doch bestimmt jeder: Waaah, Diktatur, böse!
Andererseits, wenn man mich, nur weil ich handylos bin, nicht mehr bei der Packstation mitmachen läßt, mir mit derselben Argumentation die Eröffnung eines neuen Bankkontos verweigert, mich nicht mit den neuen blauen Fahrrädern fahren läßt und mich aus meinem Mailaccount aussperrt weil es mir nicht möglich ist, aus 'Sicherheitsgründen' meine Handynummer anzugeben, weil ich mich eben weigere, mir so ein Teufelsding zuzulegen - und ich mich darüber aufrege, dann bin ich in jedermanns Augen eine hysterische alte Wachtel die man nicht weiter ernstzunehmen braucht, oder?
Wem bringt denn so ein Handy 'Sicherheit'?
Da wollen wir doch mal kurz innehalten und nachdenken ... wenn das überhaupt noch geht mit einem von Handystrahlen verschmurgelten und durch Apps verstopften Hirn!
Freitag, 24. März 2017
Man kann doch noch ohne Handy aufs Klo - auch in Finnland
Echt jetzt, da predige ich den Leuten immer, man darf nicht alles glauben was man so liest, und dann fall ich selber drauf rein.
In meinem vorigen Beitrag hab ich mich fest empört über die von zwei Schreiberlingen behauptete 'Tatsache', daß man in Finnland nur mehr mit dem Handy aufs Häusl gehen kann wenn einen unterwegs der 'Drang' überkommt.
Nun gibt es dieses Projekt 'postcrossing' wo man sich Adressen zuteilen läßt, dorthin eine Postkarte schreibt damit der Empfänger sich freut, und sobald dieser die Karte registriert hat, wird die eigene Adresse jemand anderem zugeteilt, der dann wiederum an einen selber eine Postkarte schreibt. Tolle Sache für Briefmarkensammler, by the way ;-)
Nun hab ich voriges Wochenende zufällig eine finnische Adresse gezogen und dachte: Na, fragst doch gleich mal!
Mittlerweile ist die Karte dort angekommen, und die Empfängerin versichert mir, daß man auch in Finnland nach wie vor ohne Handy aufs Klo gehen kann, und das wäre auch gut so, sie hätte nämlich auch keins und nicht die Absicht, sich sowas zuzulegen.
Na, da bin ich aber beruhigt!
Ja und so ganz nebenbei hab ich das finnische Wort für Handy gelernt: Matkapuhelin. Plural: Matkapuhelinta.
Klingt richtig schön. Ob ich einen Finnischkurs machen soll?
Man weiß ja nie ... und Melancholiker wär ich schon, da könnt ich mich prima anpassen da oben.
In meinem vorigen Beitrag hab ich mich fest empört über die von zwei Schreiberlingen behauptete 'Tatsache', daß man in Finnland nur mehr mit dem Handy aufs Häusl gehen kann wenn einen unterwegs der 'Drang' überkommt.
Nun gibt es dieses Projekt 'postcrossing' wo man sich Adressen zuteilen läßt, dorthin eine Postkarte schreibt damit der Empfänger sich freut, und sobald dieser die Karte registriert hat, wird die eigene Adresse jemand anderem zugeteilt, der dann wiederum an einen selber eine Postkarte schreibt. Tolle Sache für Briefmarkensammler, by the way ;-)
Nun hab ich voriges Wochenende zufällig eine finnische Adresse gezogen und dachte: Na, fragst doch gleich mal!
Mittlerweile ist die Karte dort angekommen, und die Empfängerin versichert mir, daß man auch in Finnland nach wie vor ohne Handy aufs Klo gehen kann, und das wäre auch gut so, sie hätte nämlich auch keins und nicht die Absicht, sich sowas zuzulegen.
Na, da bin ich aber beruhigt!
Ja und so ganz nebenbei hab ich das finnische Wort für Handy gelernt: Matkapuhelin. Plural: Matkapuhelinta.
Klingt richtig schön. Ob ich einen Finnischkurs machen soll?
Man weiß ja nie ... und Melancholiker wär ich schon, da könnt ich mich prima anpassen da oben.
Sonntag, 19. März 2017
Handyzwang - der neueste Clou
In meinem vorigen Beitrag hab ich mich doch grad erst hübsch aufgeregt, weil man mich aus einem frisch erstellten hotmail Konto ausgesperrt hat, damit ich meine Handynummer preisgebe.
Was ja für Leute ohne Handy ausgesprochen spaßig ist.
Hahahaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!
Nun lese ich in einer Leseprobe des Buches 'Harn aber herzlich' von Tim Boltz und Jule Gölsdorf (warum steht eigentlich sein Name vorne? Hat er mehr geschrieben? Oder weil Männer länger pinkeln als Frauen??) daß man in Finnland nicht mehr ohne Handy auf die öffentlichen Toiletten gehen kann.
Schmäh ohne.
Man schreibt der Klotüre ein SMS und wenn alles so funktioniert wie es soll, dann geht diese auf.
Zu was für peinlichen Zwischenfällen dies führen kann, überlasse ich der Phantasie des geneigten Lesers.
Unpackbar, oder? Ich hab ja nun in meinem Leben schon ein paar wirklich arge Toiletten erlebt, sagen wir mal dieses ständig zugeschissene Klo am Reumannplatz, oder diese lustigen Kabinen in Baden (NÖ) an der Endstelle der Badener Bahn oder im Kurpark, in die man eh nur schwer hineinkommt und dann aber innerhalb von fünf Minuten fertig sein muß, weil sonst die Klotüre wieder aufgeht - und um das Ganze noch sportlicher zu gestalten wird das Häuslpapier GANZ OBEN hingehängt. Witzig!
Oder öffentliche Toiletten überhaupt, die mit Münzeinwurf aber ohne Klofrau betrieben werden.
Ob Innsbruck HBF oder Salzburg Markartplatz: Man wirft das letzte Fuffzgerl ein, drückt die Klinke hinunter und es hockt schon jemand drin der nicht abgesperrt hat! Dankschön auch! Dann ist das Fuffzgerl weg und man muß immer noch!
Also man hat schon sehr viel Freude mit den Klos, aber daß man jetzt als bekennender Handygegner vom Toilettengang von vorneherein ausgeschlossen wird, das ist wirklich die Höhe.
Man macht es mir wahrlich nicht leicht, Gelassenheit zu üben
Aktuell habe ich ein großes Problem mit der Reizüberflutung die nun einmal stattfindet sobald man aus dem Haus geht oder gar die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt.
Permanentes dummes, lautes Geschwätz, Kindergeplärr, es reißt nicht ab, beim Einkaufen geht es weiter, ich kann bald nur noch auf den Friedhof gehen um zumindest halbwegs Ruhe zu finden.
Nun sitze ich also gestern nachmittag völlig entnervt in meiner Wohnung weil ich obendrein auch noch so Nachbarn habe, deren Kleinkind seit ca. zwei Jahren meint, täglich stundenlang auf meinen geplagten Nerven herumtrampeln zu müssen und dabei ein Gekreische veranstaltet, das trotz Ohrstöpseln quer durchs Hirn schneidet. Aber in Deutschland dürfen Kinder ja tun und lassen was sie wollen.
Freitag in der U-Bahn hab ich ein Kind gesehen, das seiner Mutter mit seinen dreckigen Schuhsohlen ständig auf die weißen Lederstiefel gestiegen ist und fest drauf rumgetrampelt hat. Was tut die Mutter? Steht fett und bräsig da und läßt es machen. Dabei war das Kind nicht etwa zwei oder drei, nein, das war locker 9 oder 10 Jahre alt. Da fragt man sich doch!
Wie gesagt, ich also gestern total am Ende, mußte mir überlegen wie ich damit weiter umgehe, ich mach mich total fertig mit dem Scheiß, bin bereits ein paarmal laut geworden, im Laden, in der U-bahn, auf der Straße, aber natürlich bin dann ich die Böse.
Ich kann nichts für meine Hochsensibilität, das ist eine angeborene Veranlagung, nichts was man sich aussucht, und auch nichts, das man ändern kann.
Man kann lediglich lernen, damit umzugehen.
Falls man einen Coach findet, der einem dabei Hilfestellung leisten kann.
Den ich aber noch nicht gefunden habe.
Also stehe ich momentan mit diesem Problem völlig alleine da.
Mache mir also gestern so Gedanken, wie ich diese Wut und Verzweiflung angehen kann, die mich regelmäßig überfällt wenn man mich nicht nur draußen sondern auch noch an meinem Rückzugsort, also in meiner Wohnung, mit permanenten lauten und m. E. völlig unnötigen Geräuschen überfordert.
Habe mir dann zur Manifestation meiner Gelassenheitsübungen eine neue Mailadresse angelegt: brigitta_margarita@hotmail.com und das Paßwort enthielt das Wort 'Gelassenheit' damit ich mich beim Einloggen stets wieder an meinen inneren Ruhepool andocken kann.
Nun wollte ich mich vorhin, also Sonntagmorgen, in den neuen Mailaccount einloggen.
Was passiert?
Ich bekomme eine Mitteilung: Mein Konto wurde vorübergehend gesperrt, da angeblich zuviel Spam von diesem Konto gesendet worden oder sonst eine Aktivität ausgeführt worden sei, die den Richtlinien widerspräche.
Ja klar, bei einem Konto, das seit gerade einmal 12 Stunden besteht, oder?
Ich solle meine Handynummer eingeben, damit man mir eine SMS schreiben könne, die ich dann mittels eines Codes bestätigen solle.
ICH HABE KEIN HANDY!
Es besteht nun auch nicht etwa die Möglichkeit, einen Kundensupport zu kontaktieren, um das Problem zu erklären und eine Lösung herbeizuführen. Nein. Die Community könne man fragen.
JA SCHEISS AUF DIE COMMUNITY!
DIE WIRD MIR MEIN KONTO AUCH NICHT WIEDER AUFSPERREN!
Ich fühle mich so verarscht, mir fehlen die Worte. Und das will was heißen.
Für wie blöd halten die einen eigentlich?
Manche Anbieter verlangen wenigstens gradraus bei der Registration eine Handynummer, dann hat man halt keine und weiß, daß man das mit dem Konto vergessen kann.
Aber einen erst anmelden und alles einrichten lassen und dann am nächsten Tag das Konto sperren und behaupten es hätte irgendwas stattgefunden was nicht in Ordnung sei und man müsse jetzt mal die Handynummer angeben und danach sei alles wieder in Butter und was auch immer geschehen sei wäre ok, weil man hat ja die Handynummer angegeben???????????????????
Also mit mir nicht. Und wenn man mich sukzessive aus allen Konten aussperrt, dann kommuniziere ich halt nur noch per Postkarte und Brief.
ICH habe Zeit.
Und das mit der Gelassenheit werd ich hoffentlich auch noch lernen, momentan bin ich schon wieder mal sehr, sehr weit davon entfernt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Permanentes dummes, lautes Geschwätz, Kindergeplärr, es reißt nicht ab, beim Einkaufen geht es weiter, ich kann bald nur noch auf den Friedhof gehen um zumindest halbwegs Ruhe zu finden.
Nun sitze ich also gestern nachmittag völlig entnervt in meiner Wohnung weil ich obendrein auch noch so Nachbarn habe, deren Kleinkind seit ca. zwei Jahren meint, täglich stundenlang auf meinen geplagten Nerven herumtrampeln zu müssen und dabei ein Gekreische veranstaltet, das trotz Ohrstöpseln quer durchs Hirn schneidet. Aber in Deutschland dürfen Kinder ja tun und lassen was sie wollen.
Freitag in der U-Bahn hab ich ein Kind gesehen, das seiner Mutter mit seinen dreckigen Schuhsohlen ständig auf die weißen Lederstiefel gestiegen ist und fest drauf rumgetrampelt hat. Was tut die Mutter? Steht fett und bräsig da und läßt es machen. Dabei war das Kind nicht etwa zwei oder drei, nein, das war locker 9 oder 10 Jahre alt. Da fragt man sich doch!
Wie gesagt, ich also gestern total am Ende, mußte mir überlegen wie ich damit weiter umgehe, ich mach mich total fertig mit dem Scheiß, bin bereits ein paarmal laut geworden, im Laden, in der U-bahn, auf der Straße, aber natürlich bin dann ich die Böse.
Ich kann nichts für meine Hochsensibilität, das ist eine angeborene Veranlagung, nichts was man sich aussucht, und auch nichts, das man ändern kann.
Man kann lediglich lernen, damit umzugehen.
Falls man einen Coach findet, der einem dabei Hilfestellung leisten kann.
Den ich aber noch nicht gefunden habe.
Also stehe ich momentan mit diesem Problem völlig alleine da.
Mache mir also gestern so Gedanken, wie ich diese Wut und Verzweiflung angehen kann, die mich regelmäßig überfällt wenn man mich nicht nur draußen sondern auch noch an meinem Rückzugsort, also in meiner Wohnung, mit permanenten lauten und m. E. völlig unnötigen Geräuschen überfordert.
Habe mir dann zur Manifestation meiner Gelassenheitsübungen eine neue Mailadresse angelegt: brigitta_margarita@hotmail.com und das Paßwort enthielt das Wort 'Gelassenheit' damit ich mich beim Einloggen stets wieder an meinen inneren Ruhepool andocken kann.
Nun wollte ich mich vorhin, also Sonntagmorgen, in den neuen Mailaccount einloggen.
Was passiert?
Ich bekomme eine Mitteilung: Mein Konto wurde vorübergehend gesperrt, da angeblich zuviel Spam von diesem Konto gesendet worden oder sonst eine Aktivität ausgeführt worden sei, die den Richtlinien widerspräche.
Ja klar, bei einem Konto, das seit gerade einmal 12 Stunden besteht, oder?
Ich solle meine Handynummer eingeben, damit man mir eine SMS schreiben könne, die ich dann mittels eines Codes bestätigen solle.
ICH HABE KEIN HANDY!
Es besteht nun auch nicht etwa die Möglichkeit, einen Kundensupport zu kontaktieren, um das Problem zu erklären und eine Lösung herbeizuführen. Nein. Die Community könne man fragen.
JA SCHEISS AUF DIE COMMUNITY!
DIE WIRD MIR MEIN KONTO AUCH NICHT WIEDER AUFSPERREN!
Ich fühle mich so verarscht, mir fehlen die Worte. Und das will was heißen.
Für wie blöd halten die einen eigentlich?
Manche Anbieter verlangen wenigstens gradraus bei der Registration eine Handynummer, dann hat man halt keine und weiß, daß man das mit dem Konto vergessen kann.
Aber einen erst anmelden und alles einrichten lassen und dann am nächsten Tag das Konto sperren und behaupten es hätte irgendwas stattgefunden was nicht in Ordnung sei und man müsse jetzt mal die Handynummer angeben und danach sei alles wieder in Butter und was auch immer geschehen sei wäre ok, weil man hat ja die Handynummer angegeben???????????????????
Also mit mir nicht. Und wenn man mich sukzessive aus allen Konten aussperrt, dann kommuniziere ich halt nur noch per Postkarte und Brief.
ICH habe Zeit.
Und das mit der Gelassenheit werd ich hoffentlich auch noch lernen, momentan bin ich schon wieder mal sehr, sehr weit davon entfernt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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