Dies ist der Titel eines Buches von Ute Erhardt. 'Jeden Tag ein bißchen böser'. Neulich war ich ja mit meiner lieben Freundin Ulrike in Salzburg im Carla in Lehen und wir haben uns gegenseitig Bücher empfohlen.
Dieses Buch wurde mir von Ulli empfohlen und ich habe auch brav angefangen, drin zu lesen.
Aber halt nicht lange.
Im Prinzip ist es ja kein Fehler, die Frauen zu mehr Selbstbewußtsein aufzufordern, manche haben davon wirklich zuwenig und lassen sich von anderen auf der Nase rumtanzen daß es nicht mehr schön ist, nur weil sie von klein auf eingeimpft bekommen haben, daß man als Frau Zurückhaltung zu üben hat und sich bescheiden muß. Wichtig sind die anderen.
Jaha, eh.
Andererseits haben nicht wenige Frauen bereits mehr als genug Unverschämtheit in den Knochen, da muß man sie nicht auch noch bestärken. Vor allem die Kinder heutzutage werden viel zu oft praktisch garnicht mehr erzogen, das Wort Bescheidenheit oder Anstand kennen die wenn überhaupt dann nur mehr aus dem Wörterbuch. Wenn sie da mal reinschauen.
Von daher geht mir echt der Hut hoch wenn ich so einen hirnverbrannten Schwachfug lesen muß wie er hier beispielsweise auf Seite 14 verbreitet wird.
Das Kapitel heißt 'Bitten oder Fordern?'. Und es geht um Erziehung. Das Wort 'Bitte' wird als duckmäuserisch bezeichnet. Wenn ein Kind fordert, trinken zu wollen, und nicht bitte sagt, kriegt es nichts und das wär falsch. Das Kind, so FORDERT die Frau Autorin, sollte nicht angehalten werden, duckmäuserisch bitten zu müssen, es solle lautstark fordern dürfen.
Stolz erzählt uns Frau Erhardt, daß IHRE Tochter auf die Frage nach dem Zauberwort nicht etwa 'Bitte' sagt sondern 'Sofort!!!'.
Tolle Erziehung.
Also meine Oma hat immer gesagt: 'Mit dem Hut in der Hand kommt man durch das ganze Land'. Und damit hatte sie recht. 'Bitte' zu sagen wenn man etwas möchte ist keineswegs ein Zeichen von kriecherischer Unterwürfigkeit, sondern das hat was mit Höflichkeit zu tun. Freundlichkeit im Umgang miteinander. Anstand. Die Würde des anderen achten. Gute Sitten und so. Davon schon einmal was gehört, Frau Erhardt?
Wollen Sie allen Ernstes stolz darauf sein, einen weiteren dieser unverschämten kleinen Kackbratzen aufzuziehen, die in der U-Bahn umeinanderlärmen weil sie grad Bock drauf haben, die mit den dreckigen Schuhen auf den Sitzen umeinandertrampeln weil ihnen das grad Spaß macht, und die sich laut schreiend auf den Boden werfen wenn man mit ihnen aussteigen will weil sie jetzt aber lieber weiterfahren wollen und zwar SOFORT? Viel Spaß dann noch, mit den Früchten Ihrer Erziehung!
Das nächste Ärgernis gleich auf Seite 34. Es geht um das Erkennen und Auflösen von Blockaden. So weit so gut, es mag durchaus so sein, daß die Frau die hier ihren Garten pflegt dadurch vor den wirklichen Problemen in ihrem Leben flüchtet, aber warum soll es grundsätzlich falsch sein, einen Töpferkurs zu besuchen? Was hat DAS bitte mit Ausblendung von Blockaden zu tun? Wenn jemand schon lange gerne töpfern wollte und sich nun die Zeit dafür nimmt, dann ist das doch etwas Wunderbares.
Das Beste jedoch kommt gleich danach: Da behauptet die Frau Autorin doch glatt, lieber als die tonknetend sich selber finden wollenden Damen wäre ihr eine gewisse Paula, die nach zehn Ehejahren mit ihrer elfjährigen (!) Tochter nach England zurückgeht und sich dort einen Toyboy hält. Der hat nix, also muß sie ihn ausführen, macht sie aber gerne weil sie ihn liebt.
'Sie ließ ihn sogar ihr altes Auto verkaufen damit er sie zu einem Urlaub einladen konnte'.
Ich fasse es nicht. Sag mal, Frau Erhardt, merkst du überhaupt was du da für einen Stiefel zusammenschreibst? Auf der einen Seite soll frau sich durchsetzen, soll sich nehmen was sie möchte ohne lange Rücksichten auf andere - aber auf der anderen Seite wär es ok einen Mann auszuhalten, der nichts auf die Reihe kriegt? Nur damit sie was fürs Bett hat? Und damit nicht genug, dann muß sie auch noch Rücksicht auf seinen Stolz nehmen und ihn ihr Auto verkaufen lassen damit er das Gefühl hat, sie in den Urlaub eingeladen zu haben? Mit dem Geld, das er für IHR Auto bekommen hat?
Ja sorry aber wenn der SO blöd ist, daß ihn das besänftigt in seinem rasenden Zorn darüber, sich von einer Frau aushalten lassen zu müssen ... also Kinder bitte, das ist doch höherer Schwachsinn.
Meine Meinung: Wenn eine Frau dafür zahlen soll, daß ein Kerl sich mit ihr abgibt, dann ist das keine Gleichberechtigung sondern eine noch schlimmere Unterwerfung als sie früher von uns Frauen gefordert wurde.
Früher hat man ihm die Hausschuhe und die Pfeife bereitgelegt, das Essen gekocht und ihm das Haus sauber gehalten, aber dafür hat er auch das Geld heimgebracht und sich gekümmert. Heute sollen wir das auch noch selber machen. Ja dann brauchen wir aber auch keinen Mann. Und schon garkeinen, den man dann auch noch durchfüttern muß.
Sorry Ulli, aber den Scheiß kann ich echt nicht weiterlesen, sonst brauch ich in meinem Alter schon Blutdruckpillen, das ist nicht gesund.
Freitag, 15. Juli 2016
Insert Words
Gestern in der U-Bahn hab ich noch gelacht als ich am Monitor die Meldung aufscheinen sah, daß eine alte Dame in Nürnberg die Aufforderung des Künstlers Arthur Köpcke über einem seiner Bilder, nämlich to 'insert words', tatsächlich befolgte und das Bild, das den Ausschnitt eines Kreuzworträtsels zeigt, auszufüllen begann.
Cool, dachte ich mir, das ist interaktive Kunst.
Die im Museum sehen das leider anders. Haben die doch tatsächlich diese uralte Frau angezeigt. Aus versicherungstechnischen Gründen, hieß es.
Nun wird gegen diese arme alte Frau ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.
Hat das wirklich sein müssen?
Ich mein, der Künstler ist tot, dem ist das wurscht, also was soll der Unfug? Wen interessiert denn jetzt noch, wie das Bild aussieht? Man hätte ja einfach so über den Vorfall in der Zeitung berichten können und das Bild so lassen wie es war, dann wäre es eine prima Werbung gewesen für das Museum, und es wären bestimmt jede Menge Leute gekommen um mal zu gucken, was die alte Frau da gemacht hat.
Vielleicht hätte man noch mehr angefangene Kreuzworträtsel außenrumhängen können, gar ein eigenes Kreuzworträtselzimmer eröffnen, wo sich jeder austoben kann wie er meint. Mit Fachmannstreffen wo jeder seine angefangenen Kreuzworträtsel aus der Times mitbringen kann, die er nie zuende gekriegt hat.
Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man mit der Situation hätte umgehen können. Der Besitzer des Bildes, höre ich, fand das Ganze auch garnicht so schlimm. Naja, vielleicht wollte er auch nur nicht, daß jeder mitkriegt, daß er achzigtausend Euro für den Blödsinn bezahlt hat.
Cool, dachte ich mir, das ist interaktive Kunst.
Die im Museum sehen das leider anders. Haben die doch tatsächlich diese uralte Frau angezeigt. Aus versicherungstechnischen Gründen, hieß es.
Nun wird gegen diese arme alte Frau ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.
Hat das wirklich sein müssen?
Ich mein, der Künstler ist tot, dem ist das wurscht, also was soll der Unfug? Wen interessiert denn jetzt noch, wie das Bild aussieht? Man hätte ja einfach so über den Vorfall in der Zeitung berichten können und das Bild so lassen wie es war, dann wäre es eine prima Werbung gewesen für das Museum, und es wären bestimmt jede Menge Leute gekommen um mal zu gucken, was die alte Frau da gemacht hat.
Vielleicht hätte man noch mehr angefangene Kreuzworträtsel außenrumhängen können, gar ein eigenes Kreuzworträtselzimmer eröffnen, wo sich jeder austoben kann wie er meint. Mit Fachmannstreffen wo jeder seine angefangenen Kreuzworträtsel aus der Times mitbringen kann, die er nie zuende gekriegt hat.
Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man mit der Situation hätte umgehen können. Der Besitzer des Bildes, höre ich, fand das Ganze auch garnicht so schlimm. Naja, vielleicht wollte er auch nur nicht, daß jeder mitkriegt, daß er achzigtausend Euro für den Blödsinn bezahlt hat.
Samstag, 23. April 2016
Jetzt langts ma aber - oder mein Leben ohne Handy Teil 2
Ich reg mich grad wieder mal tierisch auf.
Thema Handys. Wie jeder weiß der mich kennt, bin ich TOTAL gegen diese Dinger und wehre mich mit Händen und Füßen dagegen, mir eins kaufen zu müssen, was aber immer schwieriger wird.
Als nächstes wird auch die Sparda Bank das Versenden von TAN-Nummern einstellen und man kann nur noch mit einem g'schissenen Handy Online-Banking machen.
Wie ich das löse weiß ich auch noch nicht, das wird sich zeigen. Irgendwie.
Es wird immer enger, man wird von immer mehr Teilhabe am öffentlichen Leben ausgeschlossen. Beispiel: Die Vergabe von Fahrrädern des MVV. Wer in Gegenden wohnt, wo abends nix mehr oder nur mehr selten was fahrt, der kann sich, SOFERN ER EIN HANDY HAT, ein Radl aus dem Ständer nehmen, das mit dem Dreckshandy irgendwie registrieren, und dann lustig drauflosradeln. Wenn er es nicht mehr braucht stellt er es ab, idealerweise an einem offiziellen Platz wo die anderen Räder auch stehen, es geht aber auch so, daß man es einfach IRGENDWOHIN stellt, und das rechnet das Handy dann ab.
Wer kein Handy hat, kann dabei nicht mitmachen.
Gut, ich kann eh nicht Fahrradfahren, von daher ist das nicht so schlimm.
Noch kann ich auch ohne Wander-App wandern. Wußte nicht einmal, daß es so etwas gibt. Hat mir meine Kollegin erzählt und ich hab mich schiefgelacht. Mehrmals. Aber das Lachen bleibt einem dann auch bald einmal im Halse stecken.
In Augsburg, so lese ich, haben sie nun probeweise sogenannte Bodenampeln eingeführt. Für junge Leute, die es nicht mehr fertigbringen, zu schauen wo sie hingehen. Statt daß man ihnen ein paar Ohrfeigen gibt und ihnen das Handy abnimmt, montiert man ihnen BODENAMPELN hin damit ihnen nur ja nix passiert während sie ihre ach so wichtigen SMS schreiben.
Ja gehts eigentlich noch???
Und was mich jetzt grad so RICHTIG sauer macht ist, daß im arte grad eine Sendung lief, in der auf die skandalösen Arbeitsbedingungen aufmerksam gemacht wurde, denen die Arbeiter in den Handyfabriken unterworfen sind.
Ja lustig.
Jetzt sind die Verbraucher schuld oder was?
Auf der einen Seite wird man praktisch GEZWUNGEN sich so ein Scheißteil zu kaufen wenn man das moderne Leben (und wer von uns kann es sich schon aussuchen, hm?) auch nur halbwegs noch meistern möchte, aber gleichzeitig wird man als bösartiger Ausbeuter hingestellt der schuld ist, wenn es den Arbeitern dort schlecht geht.
JA WER IST DENN SCHULD???
WER ist denn das Arschloch, das das alles steuert, hm?
Ja unsereiner sicher ned.
Kreizkruzinesn bin ich grantig!
Eigentlich wollte ich ja einen wohldurchdachten und schön strukturierten Artikel schreiben, aber ich bin JETZT stinkig und das MUSSTE RAUS!!!
Was nutzt es denn, wenn wir immer länger leben, wenn man dazu an ein giftiges Viereck gekettet wird das uns und andere nur kaputtmacht???
Thema Handys. Wie jeder weiß der mich kennt, bin ich TOTAL gegen diese Dinger und wehre mich mit Händen und Füßen dagegen, mir eins kaufen zu müssen, was aber immer schwieriger wird.
Als nächstes wird auch die Sparda Bank das Versenden von TAN-Nummern einstellen und man kann nur noch mit einem g'schissenen Handy Online-Banking machen.
Wie ich das löse weiß ich auch noch nicht, das wird sich zeigen. Irgendwie.
Es wird immer enger, man wird von immer mehr Teilhabe am öffentlichen Leben ausgeschlossen. Beispiel: Die Vergabe von Fahrrädern des MVV. Wer in Gegenden wohnt, wo abends nix mehr oder nur mehr selten was fahrt, der kann sich, SOFERN ER EIN HANDY HAT, ein Radl aus dem Ständer nehmen, das mit dem Dreckshandy irgendwie registrieren, und dann lustig drauflosradeln. Wenn er es nicht mehr braucht stellt er es ab, idealerweise an einem offiziellen Platz wo die anderen Räder auch stehen, es geht aber auch so, daß man es einfach IRGENDWOHIN stellt, und das rechnet das Handy dann ab.
Wer kein Handy hat, kann dabei nicht mitmachen.
Gut, ich kann eh nicht Fahrradfahren, von daher ist das nicht so schlimm.
Noch kann ich auch ohne Wander-App wandern. Wußte nicht einmal, daß es so etwas gibt. Hat mir meine Kollegin erzählt und ich hab mich schiefgelacht. Mehrmals. Aber das Lachen bleibt einem dann auch bald einmal im Halse stecken.
In Augsburg, so lese ich, haben sie nun probeweise sogenannte Bodenampeln eingeführt. Für junge Leute, die es nicht mehr fertigbringen, zu schauen wo sie hingehen. Statt daß man ihnen ein paar Ohrfeigen gibt und ihnen das Handy abnimmt, montiert man ihnen BODENAMPELN hin damit ihnen nur ja nix passiert während sie ihre ach so wichtigen SMS schreiben.
Ja gehts eigentlich noch???
Und was mich jetzt grad so RICHTIG sauer macht ist, daß im arte grad eine Sendung lief, in der auf die skandalösen Arbeitsbedingungen aufmerksam gemacht wurde, denen die Arbeiter in den Handyfabriken unterworfen sind.
Ja lustig.
Jetzt sind die Verbraucher schuld oder was?
Auf der einen Seite wird man praktisch GEZWUNGEN sich so ein Scheißteil zu kaufen wenn man das moderne Leben (und wer von uns kann es sich schon aussuchen, hm?) auch nur halbwegs noch meistern möchte, aber gleichzeitig wird man als bösartiger Ausbeuter hingestellt der schuld ist, wenn es den Arbeitern dort schlecht geht.
JA WER IST DENN SCHULD???
WER ist denn das Arschloch, das das alles steuert, hm?
Ja unsereiner sicher ned.
Kreizkruzinesn bin ich grantig!
Eigentlich wollte ich ja einen wohldurchdachten und schön strukturierten Artikel schreiben, aber ich bin JETZT stinkig und das MUSSTE RAUS!!!
Was nutzt es denn, wenn wir immer länger leben, wenn man dazu an ein giftiges Viereck gekettet wird das uns und andere nur kaputtmacht???
Donnerstag, 14. April 2016
Na endlich sagt einmal wer was!
Grad habe ich, zwar in der HEUTE Zeitung aber immerhin, einen Artikel gefunden über das neue Buch von Martina Leibovici-Mühlberger.
Kuschelpädagogik schuld an Tyrannenkindern
Daß das Buch innerhalb von vier Tagen ausverkauft war, spricht ja wohl Bände, oder? ENDLICH sagt einmal wer, was Sache ist.
Wenn meinereiner sich über die Blödkinder aufregt, dann ernte ich böse Blicke, Unverständnis, gar Verachtung und Aggression seitens der Eltern.
Ja, und nun kommt eine 'Expertin' daher und schreibt es ihnen einmal auf, den depperten Eltern, die mit der Erziehung ihrer Kinder total überfordert sind und immer meinen, der/die/das Kleine hat stets recht und darf alles und wehe jemand sagt was anderes.
Allerdings fürchte ich mal, daß nicht die Eltern die Bücher gekauft haben sondern Leute wie ich, die ebenfalls mehr als genug haben von dem ständigen Geschrei und Geplärre egal wohin man geht.
Naja, die nächste Auflage kommt bestimmt, und vielleicht sind dann auch noch ein paar Exemplare für die Eltern übrig!
Kuschelpädagogik schuld an Tyrannenkindern
Daß das Buch innerhalb von vier Tagen ausverkauft war, spricht ja wohl Bände, oder? ENDLICH sagt einmal wer, was Sache ist.
Wenn meinereiner sich über die Blödkinder aufregt, dann ernte ich böse Blicke, Unverständnis, gar Verachtung und Aggression seitens der Eltern.
Ja, und nun kommt eine 'Expertin' daher und schreibt es ihnen einmal auf, den depperten Eltern, die mit der Erziehung ihrer Kinder total überfordert sind und immer meinen, der/die/das Kleine hat stets recht und darf alles und wehe jemand sagt was anderes.
Allerdings fürchte ich mal, daß nicht die Eltern die Bücher gekauft haben sondern Leute wie ich, die ebenfalls mehr als genug haben von dem ständigen Geschrei und Geplärre egal wohin man geht.
Naja, die nächste Auflage kommt bestimmt, und vielleicht sind dann auch noch ein paar Exemplare für die Eltern übrig!
Samstag, 20. Februar 2016
Es kommt halt immer drauf an
Gestern bin ich in Schwabing hinter der Münchner Freiheit am Rewe vorbeigelaufen, da saß ein Sandler in der Kälte, und begrüßte mich mit 'Hallo Chef, mumble mumble ...' Ich so: 'Was haben Sie gesagt?'
Er so: 'Ah sorry, Madame ... '
Hat er mich doch glatt für einen Kerl gehalten!
Das hat mich so gefreut, daß ich seiner Bitte, ihm ein Bier mitzubringen, gleich doppelt entsprochen habe.
Dabei hab ich mich gefragt: Warum mach ich das jetzt gerne, warum tut mir der leid und ich möchte ihm gerne was Gutes tun, aber die blöde Frau vor zwei Wochen in Salzburg, die mich gebeten hatte, ihr ein Waschmittel aus dem Spar mitzubringen, die hab ich gleich angefahren, daß das so nicht geht und war erbost von wegen Unverschämtheit und so.
Wahrscheinlich weil die so frech war, mich gleich geduzt hat, und vor allem weil sie einen auf vertraulich gemacht hat, also erst die Straßenzeitung verkauft, dann ein Gespräch angeknüpft und dann aus heiterem Himmel ein Waschmittel verlangt. Da fühlt man sich überfahren und verarscht.
Dagegen der Sandler, der hat mir ja auch einen Euro mitgeben wollen, also er hat nicht gebettelt, sondern nur gefragt ob ich ihm was mit rausbring, er wollte halt seine Sachen nicht alleine lassen. Vielleicht hatte er auch Hausverbot, wer weiß es schon.
Da denkt man sich natürlich: Was werd ich dem armen Kerl seinen letzten Euro nehmen, natürlich bring ich ihm ein Bier mit, und weil er mich für einen Kerl gehalten hat gleich zwei!
Vielleicht war es auch einfach nur ein schwacher Versuch, wenigstens ein bissl was von dem gutzumachen, was ich an Gusti nicht mehr gutmachen kann ...
Er so: 'Ah sorry, Madame ... '
Hat er mich doch glatt für einen Kerl gehalten!
Das hat mich so gefreut, daß ich seiner Bitte, ihm ein Bier mitzubringen, gleich doppelt entsprochen habe.
Dabei hab ich mich gefragt: Warum mach ich das jetzt gerne, warum tut mir der leid und ich möchte ihm gerne was Gutes tun, aber die blöde Frau vor zwei Wochen in Salzburg, die mich gebeten hatte, ihr ein Waschmittel aus dem Spar mitzubringen, die hab ich gleich angefahren, daß das so nicht geht und war erbost von wegen Unverschämtheit und so.
Wahrscheinlich weil die so frech war, mich gleich geduzt hat, und vor allem weil sie einen auf vertraulich gemacht hat, also erst die Straßenzeitung verkauft, dann ein Gespräch angeknüpft und dann aus heiterem Himmel ein Waschmittel verlangt. Da fühlt man sich überfahren und verarscht.
Dagegen der Sandler, der hat mir ja auch einen Euro mitgeben wollen, also er hat nicht gebettelt, sondern nur gefragt ob ich ihm was mit rausbring, er wollte halt seine Sachen nicht alleine lassen. Vielleicht hatte er auch Hausverbot, wer weiß es schon.
Da denkt man sich natürlich: Was werd ich dem armen Kerl seinen letzten Euro nehmen, natürlich bring ich ihm ein Bier mit, und weil er mich für einen Kerl gehalten hat gleich zwei!
Vielleicht war es auch einfach nur ein schwacher Versuch, wenigstens ein bissl was von dem gutzumachen, was ich an Gusti nicht mehr gutmachen kann ...
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Bettler,
mal so und mal so,
Sandler
Wieder mal reingefallen ...
Gestern hab ich Depp mir doch glatt eine Zeitung gekauft. Die Schlagzeile lockte: Weg mit dem Ballast, erfolgreich entrümpeln!
Und weil ich doch grad verstärkt am Aufräumen bin, hab ich mir, naiv wie ich nun mal bin, Tips erhofft, wie man seine für überflüssig erachteten Besitztümer rasch und möglichst ohne Kosten los wird.
Ja Pfeifendeckel.
Die Investition hätte ich mir sparen können.
Es handelte sich lediglich um 10 Ratschläge einer Dame die zwar in München geboren wurde, aber mittlerweile in London lebt, also von den hiesigen Verhältnissen keine Ahnung (mehr) hat.
Diese Ratschläge waren daher auch sehr allgemein gehalten, z. B. man soll klein anfangen, man soll GLEICH anfangen etc. pp. - also mehr so eine Art Motivationstrip für Leute, die bereits Probleme damit haben, überhaupt ANZUFANGEN mit dem Rausräumen. Von wegen kein Bock und des brauch ich doch noch alles und mein Mann hilft mir nicht und so weiter.
Sehr witzig.
Wo ich nun mit meinem Fernseher hinsoll, den ich alleine nicht tragen kann, den aber auch niemand haben möchte obwohl ich bereits mehrfach versucht habe, ihn zu verschenken (er hat halt keinen Flachbildschirm), bleibt weiterhin ein Rätsel.
Und weil ich doch grad verstärkt am Aufräumen bin, hab ich mir, naiv wie ich nun mal bin, Tips erhofft, wie man seine für überflüssig erachteten Besitztümer rasch und möglichst ohne Kosten los wird.
Ja Pfeifendeckel.
Die Investition hätte ich mir sparen können.
Es handelte sich lediglich um 10 Ratschläge einer Dame die zwar in München geboren wurde, aber mittlerweile in London lebt, also von den hiesigen Verhältnissen keine Ahnung (mehr) hat.
Diese Ratschläge waren daher auch sehr allgemein gehalten, z. B. man soll klein anfangen, man soll GLEICH anfangen etc. pp. - also mehr so eine Art Motivationstrip für Leute, die bereits Probleme damit haben, überhaupt ANZUFANGEN mit dem Rausräumen. Von wegen kein Bock und des brauch ich doch noch alles und mein Mann hilft mir nicht und so weiter.
Sehr witzig.
Wo ich nun mit meinem Fernseher hinsoll, den ich alleine nicht tragen kann, den aber auch niemand haben möchte obwohl ich bereits mehrfach versucht habe, ihn zu verschenken (er hat halt keinen Flachbildschirm), bleibt weiterhin ein Rätsel.
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Frechheiten,
modernes Leben,
Nachhaltigkeit
Dienstag, 16. Februar 2016
Schichtweise
Sonntag in der Früh hab ich ein bissl Ö1 gehört weil da meist schöne Musik gespielt wird, aber es wird halt auch viel geredet, sehr gerne gibt man sich nachdenklich.
Was an sich ja kein Fehler ist. Aber was mich dabei so anzipft ist wenn die Oberg'scheiten einen auf furchtbar betroffen machen, sich mit allen anderen Menschen gemein machen und proklamieren: WIR verschwenden soviel, WIR müssen uns überlegen, auf was wir alles verzichten können ... JA BLA BLA BLA!
Was die Tante total NICHT am Schirm hatte ist, daß es für SIE und ihre gut verdienenden Kollegen durchaus in Ordnung sein kann, jetzt in der Fastenzeit mal nicht mit dem Auto zu fahren, mal nicht jeden Tag Hunderte von Euro für depperte Klamotten auszugeben etc. pp. aber daß sie das nicht von ALLEN als allgemeine Pflicht zu verlangen hat.
Die meisten Leut sind nun einmal keine Intellektuellen, das sind ganz normale Menschen, die von klein auf in diese Mühle gezwängt werden, die machen oft mehr schlecht als recht die Schule fertig, dann heiraten sie, kriegen Kinder, bauen ein Haus, haben Schulden - und das sind noch die, denen es 'eh gut' geht. Die haben schon einmal überhaupt keine ZEIT sich Gedanken zu machen über Verzicht, wenn sie kaum die Raten für die Hypothek zammkriegen.
Andere wieder haben entweder einen beschissenen oder garkeinen Job, das sind die, die permanent das Gefühl haben, den Kürzeren zu ziehen, die Trotteln zu sein, das Leben an sich und dessen Freuden im Besonderen vorenthalten zu bekommen.
Und denen wollen die Oberg'scheiten dann mit Verzicht daherkommen?
Na seavas.
Man kann das Volk nicht permanent gängeln, ihnen stündlich unter dem Deckmantel der Informationspflicht Angst einjagen um sie nur ja bei der Stange zu halten, damit sie sich mit den paar Talern zufriedengeben die sie für die tägliche Maloche bekommen, sie als Dank für ihren unermüdlichen Einsatz mit billigem Pseudofraß abspeisen bis sie und ihre Kinder dick, krank und mit den Nerven am Ende sind und außer Fernsehen und Pizza keine Freude mehr am Leben haben weil ihnen die nie jemand beigebracht hat - und ihnen dann mit VERZICHT kommen.
Da ist dann doch echt alles zu spät.
Wie sagte Ford Prefect so schön: Drink up, the world is going to end ...
Wenn die Menschen IRGENDWANN einmal lernen können und dürfen, wie sie sich gegenseitig Freude bereiten können, so daß sie sich Stück für Stück wieder richtige Gefühle erlauben, dann müssen sie nicht mehr konsumieren wie die Blöden und auf der Erde umeinandertrampeln bis alles kaputt ist, und dann kommt das mit dem Verzicht ganz von alleine.
Aber huhu, Hochverrat. Da würde die Heilige Wirtschaft nie mitspielen.
Also, liebe Oberg'scheite, wenn ihr was verändern wollt dann hört auf, anderen etwas vorzupredigen was ihr selber noch nicht einmal fertigbringt. Die Lösung ist nicht, von den Leuten zu verlangen, auf dieses und jenes zu verzichten, die Lösung ist vielmehr, dafür zu sorgen, daß die Leute wieder lernen dürfen, auf sich und ihre Seele zu hören, ihre wahren Bedürfnisse zu erkennen. Und diese befriedigt zu bekommen. Nur wer zufrieden ist, ist bereit, sich hier und da auch einmal einschränken zu wollen und mit anderen zu teilen.
Was an sich ja kein Fehler ist. Aber was mich dabei so anzipft ist wenn die Oberg'scheiten einen auf furchtbar betroffen machen, sich mit allen anderen Menschen gemein machen und proklamieren: WIR verschwenden soviel, WIR müssen uns überlegen, auf was wir alles verzichten können ... JA BLA BLA BLA!
Was die Tante total NICHT am Schirm hatte ist, daß es für SIE und ihre gut verdienenden Kollegen durchaus in Ordnung sein kann, jetzt in der Fastenzeit mal nicht mit dem Auto zu fahren, mal nicht jeden Tag Hunderte von Euro für depperte Klamotten auszugeben etc. pp. aber daß sie das nicht von ALLEN als allgemeine Pflicht zu verlangen hat.
Die meisten Leut sind nun einmal keine Intellektuellen, das sind ganz normale Menschen, die von klein auf in diese Mühle gezwängt werden, die machen oft mehr schlecht als recht die Schule fertig, dann heiraten sie, kriegen Kinder, bauen ein Haus, haben Schulden - und das sind noch die, denen es 'eh gut' geht. Die haben schon einmal überhaupt keine ZEIT sich Gedanken zu machen über Verzicht, wenn sie kaum die Raten für die Hypothek zammkriegen.
Andere wieder haben entweder einen beschissenen oder garkeinen Job, das sind die, die permanent das Gefühl haben, den Kürzeren zu ziehen, die Trotteln zu sein, das Leben an sich und dessen Freuden im Besonderen vorenthalten zu bekommen.
Und denen wollen die Oberg'scheiten dann mit Verzicht daherkommen?
Na seavas.
Man kann das Volk nicht permanent gängeln, ihnen stündlich unter dem Deckmantel der Informationspflicht Angst einjagen um sie nur ja bei der Stange zu halten, damit sie sich mit den paar Talern zufriedengeben die sie für die tägliche Maloche bekommen, sie als Dank für ihren unermüdlichen Einsatz mit billigem Pseudofraß abspeisen bis sie und ihre Kinder dick, krank und mit den Nerven am Ende sind und außer Fernsehen und Pizza keine Freude mehr am Leben haben weil ihnen die nie jemand beigebracht hat - und ihnen dann mit VERZICHT kommen.
Da ist dann doch echt alles zu spät.
Wie sagte Ford Prefect so schön: Drink up, the world is going to end ...
Wenn die Menschen IRGENDWANN einmal lernen können und dürfen, wie sie sich gegenseitig Freude bereiten können, so daß sie sich Stück für Stück wieder richtige Gefühle erlauben, dann müssen sie nicht mehr konsumieren wie die Blöden und auf der Erde umeinandertrampeln bis alles kaputt ist, und dann kommt das mit dem Verzicht ganz von alleine.
Aber huhu, Hochverrat. Da würde die Heilige Wirtschaft nie mitspielen.
Also, liebe Oberg'scheite, wenn ihr was verändern wollt dann hört auf, anderen etwas vorzupredigen was ihr selber noch nicht einmal fertigbringt. Die Lösung ist nicht, von den Leuten zu verlangen, auf dieses und jenes zu verzichten, die Lösung ist vielmehr, dafür zu sorgen, daß die Leute wieder lernen dürfen, auf sich und ihre Seele zu hören, ihre wahren Bedürfnisse zu erkennen. Und diese befriedigt zu bekommen. Nur wer zufrieden ist, ist bereit, sich hier und da auch einmal einschränken zu wollen und mit anderen zu teilen.
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